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Am 08. Juli 2005 war ich bei meiner Tierärztin, um für meinen Pitti noch mal Antibiotika zu holen. Sonja, meine Tierärztin, zog mich dann sofort in ihr "Hinterzimmer" (Krankenzimmer), wo ein kleines Kätzchen rum wuselte, hob es auf und setzte es mir auf die Schulter. Dieses kleine etwas sah so was von jämmerlich aus, niesste und schnupfte, war spindeldürr und die Augen tränten, wobei ein Auge bereits komplett zerstört schien. Meine Tierärztin erzählte mir dann, dass eine Frau ihr dieses Kätzchen einfach vor die Praxis gestellt hatte, zwar schon mit ihrem Namen und Telefonnummer, aber sonst nichts weiteres. Die Frau, die sie gefunden hatte, sagte ihr, sie solle sie halt einschläfern. Was sie natürlich nicht tat.
Das Kätzchen war bis dahin 1 Woche bei meiner Tierärztin und wurde mit Antibiotika und Augensalbe behandelt. Meine Tierärztin sagte mir, dass das eine Auge nicht mehr gerettet werden kann und vermutlich später mal entfernt werden muss. Sie meinte dann, dass das Kätzchen den ganzen Tag fürchterlich weint und ständig den Kontakt sucht, sie aber ja gar nicht die Zeit und die Möglichkeit hat, sich ständig um sie zu kümmern.
Ich klärte dann noch ab, dass sie nicht mehr ansteckend ist und was soll ich sagen, natürlich nahm ich sie mit. Und so was von anhänglich hab ich selten erlebt. Sie krabbelte mir ständig auf die Schulter und nur dort bleibt sie. Ich konnte sie 1000x wieder runter tun, hab ihr auch ein super Nest gebaut, hab sie zu den Babies reingelegt und versucht, sie bei der Mama anzulegen (Thea hätte es sogar zugelassen nach anfänglichem Knurren), aber nichts zu machen. Sofort sauste sie zu mir und krabbelte mir auf die Schulter. Ich weiss gar nicht, was ich die nächsten Tage machen soll, denn ich kann sie doch nicht nur auf meiner Schulter rumtragen. Ich konnte ja gar nichts machen...
Inzwischen ist Sonja, so habe ich dieses Kätzchen getauft, ca. 5 Monate alt. Leider mussten wir ihr das linke Auge entfernen lassen, was sie aber in keinster Weise behindert. Aber auch den Schnupfen haben wir nicht wegbekommen, trotz mehrmaliger Antibiotikabehandlungen auch mit verschiedenen Mitteln. Sonja wird wohl ihr ganzes Leben lang einen chronischen Schnupfen haben.
Inzwischen hat auch Sonja ihre Familie gefunden, die sie trotz des fehlenden Auges von Herzen lieben und sicher nie wieder hergeben werden.
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Am 27. Juli kamen Cap und Capper aus dem privaten Tierheim von Wida Pfeuffer aus Kroaten zu mir. Die beiden waren super gesund, wunderschön und absolut problemlos. Nur mit der Sauberkeit klappte es noch nicht so ganz. Da beide nur 1 x geimpft waren, liess ich sie ein zweitesmal impfen und ihre Daten in einen Europäischen Ausweis eintragen, damit die neuen Familien mit ihnen auch ohne Probleme in andere EU-Länder fahren können.
Schweren Herzens musste ich mich schon am 01. August wieder von Cap trennen. Er fand ganz in der Nähe ein liebevolles Zuhause bei einem jungen Paar und darf dort jetzt das Haus und den Garten unsicher machen.
Und einige Tage später, am 08. August zog auch Capper zu seiner neuen Familie, ebenfalls einem jungen Pärchen mit einer wunderschönen grossen Wohnung, viel Platz, um sich auszutoben.
Ich freue mich, dass diese beiden so wunderbar vermittelt werden konnten und es ihnen dort super gut geht.
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